Für mich ist das Entstehen eines Bildes wie eine Reise – sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn. Auf meinen vielen Reisen sammle ich Eindrücke, die später in meine Bilder einfließen. Fotografien und Skizzen dienen dabei oft als Ausgangspunkt, jedoch weniger als Vorlage, sondern vielmehr als Gedächtnisstütze. Entscheidend ist für mich nicht, das Gesehene exakt abzubilden, sondern die Emotionen einzufangen, die ich in diesen Momenten empfunden habe – sei es beim Wandern durch einen Nationalpark in Kalifornien oder beim Innehalten an einem besonderen Ort. Diese Empfindungen spiegeln sich vor allem in der Wahl meiner Farbpaletten wider, wie in den Bildern „In the Garden of Memories“, „Deep in the Woods of Mirador“ oder „What do You believe, is behind the Mountains“.
Doch die Reise findet auch innerhalb des Malprozesses statt – sie ist oft eine Suche. Nicht jeder gewählte Weg führt zum Ziel, und manchmal muss ich umkehren, neu beginnen, experimentieren. Diese Erfahrung kenne ich auch aus meiner akademischen Arbeit: Theorien, die nicht weiterführten, müssen überarbeitet werden. Genau diese Verknüpfung von künstlerischer Intuition und analytischem Denken prägt meine Malerei.