Wiedergefundene Erinnerungen
Die Serie "Wiedergefundene Erinnerungen" erzählt von Fragementierung und Neukomposition unserer Erinnerungen.
Die Serie Wiedergefundene Erinnerungen erforscht
den psychologischen Prozess des Erinnerns – nicht als lineare Abfolge, sondern als fragmentierte, emotional
geladene Rekonstruktion. Die Arbeiten verweisen auf die Fragmentierung der Erinnerung – ein Phänomen, das
sowohl in der Neuropsychologie als auch in der Tiefenpsychologie verankert ist. Erinnerungen kehren nicht als unveränderte Repliken zurĂ¼ck, sondern als neu komponierte Erzählungen, gefärbt von Emotionen und Zeit.
"Jedes Bild ist eine Einladung sich mit seinen Erinnerungen zu verbinden und dadurch Erkenntnis fĂ¼r Entscheidungen Ă¼ber die Zukunft zu gewinnen."
Die Linien, die sich durch die Bilder ziehen können als Metapher fĂ¼r diesen Weg der RĂ¼ckkehr interpretiert werden – als schmaler Durchgang durch das Geflecht aus Verdrängung, Vergessen und innerem Widerstand. Die starken Kontraste zwischen warmen und kĂ¼hlen Tönen spiegeln die Ambivalenz wider, die
oft mit solchen Erinnerungen einhergeht – zwischen Trost und Schmerz, zwischen Anerkennung und Unruhe. So manifestiert sich im Bild " Die RĂ¼ckkehr der zerbrochenen Erinnerung" die Unsicherheit, Fragilität und Unvermeidbarkeit des Erinnerns – ein kĂ¼nstlerischer Versuch, das Unvollständige, das FlĂ¼chtige und die tief prägende Natur unseres inneren Archivs sichtbar zu machen.
© 2025 Jochen Ulmer. Alle Rechte vorbehalten