Meine Arbeiten entstehen im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Assoziation. Ich arbeite intuitiv, lasse Linien wachsen, Farben sich behaupten oder zurückweichen. In diesen Prozessen begegnen mir Formen, die wie Figuren, Pflanzen, Häuser oder Zeichen wirken – sie bleiben aber bewusst offen für Interpretation. Es geht mir nicht um das Festhalten eines Augenblicks, sondern um das Sichtbarmachen innerer Zeit.
Die Titel der Werke – „Noch eine Geschichte über Laugarvatn“, „Ein neuer Morgen in Paraíso“ oder "Mein Lieblingsplatz“ – verweisen auf geografische Orte, die gleichzeitig symbolische Räume sind. Sie stehen für Übergänge, für Anfänge und Heimaten im weitesten Sinn - Erinnerung und Mythos, Hoffnung und Neubeginn, die Suche nach einem innerern Ort der Ruhe.
In einer Welt, die oft laut, schnell und eindeutig sein will, möchte ich mit diesen Arbeiten einen Raum öffnen für das Dazwischen: zwischen Zeiten, zwischen Orten, zwischen Menschen.