Für Jochen Ulmer, geboren 1968 in Stuttgart, sind Wissenschaft und Kunst untrennbar verbunden – zwei Seiten derselben Medaille, die gemeinsam das tiefere Verständnis unserer Existenz ermöglichen. Bereits früh faszinierte ihn die Frage, „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Inspiriert von Goethes Faust und seiner tiefgehenden Beschäftigung mit Naturwissenschaften, schlug er zunächst eine Karriere als Wissenschaftler ein. Doch parallel zu seiner analytischen Arbeit entwickelte er eine intensive, emotionale Verbindung zur Kunst, die ihn nicht mehr losließ.
Vor etwa 30 Jahren öffnete Jochen seinen ersten Kasten mit Ölfarben, ein Moment, der ihn nachhaltig prägte. Mit der Ölmalerei entdeckte er eine Ausdrucksform, die es ihm erlaubte, innere Bilder und Erinnerungen auf die Leinwand zu bannen. Diese tiefe Verbindung führte ihn dazu, eine eigene Technik zu entwickeln, die er „Topografie der Erinnerungen“ nennt. Hierbei kombiniert er expressive Farben mit Übermalungen, lässt alte Schichten sichtbar und schafft damit eine spannende Gratwanderung zwischen Abstraktion und Realität.
Seine Werke sind visuelle Meditationen über Erinnerung, Geschichte und Identität, die Betrachtern ermöglichen, eigene Erfahrungen zu reflektieren und persönliche Bedeutung darin zu finden. Zahlreiche Ausstellungen, darunter eine bedeutende Einzelausstellung bei Stuttgart 2024, bekräftigten seinen Weg.
Heute findet Jochen Ulmers Werk international Anerkennung und wird sowohl von Kunsthistorikern als auch Sammlern für seine kraftvolle und emotionale Ausdruckskraft geschätzt. Seine Gemälde, die bereits erfolgreich in Galerien vertreten sind, stehen für eine authentische Malerei, die tief aus der Seele kommt.
Jochen Ulmer lebt und arbeitet in Stuttgart.