Jenseits des Horizonts
Die Serie "Jenseits des Horizonts" ist eine malerische Erkundung innerer Landschaften, verlorener Welten und geheimer Verbindungen.
„Jenseits des Horizonts“ ist eine malerische Erkundung innerer Landschaften, verlorener Welten und geheimer Verbindungen zwischen Mensch, Natur und Erinnerung. Die Serie entstand aus einem Bedürfnis heraus, Räume zu erschaffen, die sich dem Sichtbaren entziehen – Orte, die nur im inneren Auge weiterbestehen.
Ich arbeite mit Formen, die an Tiere, Pflanzen oder topografische Strukturen erinnern, aber nie vollständig greifbar werden. Sie tauchen auf, verschmelzen, lösen sich wieder auf. Diese fragmentierten, fließenden Kompositionen spiegeln die Zerbrechlichkeit von Erinnerung und Identität wider – besonders in Zeiten des Wandels, der Entwurzelung oder der spirituellen Suche.
"Jedes Bild ist eine Einladung sich auf eine Reise zum Ufer der Fantasie zu aufzumachen"
Der Einsatz von Farbe ist intuitiv und bedeutungstragend: Violett steht für Traum und Transformation, Grün für organisches Leben, gelb für Hoffnung und Licht. Oft erscheinen Wesen wie Quetzals, Pferde oder imaginäre Pflanzen als Mittlerfiguren zwischen den Welten. Sie sind keine Abbilder, sondern Archetypen – Symbole eines kollektiven und zugleich persönlichen Mythos.
„Jenseits des Horizonts“ meint nicht nur das geografisch Ferne, sondern auch das psychologisch Verdrängte, das Spirituelle, das Unsichtbare. Jene Sphären, in denen das Vergangene weiterlebt und das Zukünftige bereits ahnbar ist. Es ist ein Versuch, mit Pinsel und Farbe dorthin vorzudringen, wo Sprache nicht mehr reicht – in jene Zwischenräume, in denen Erinnerung zu Traum wird, und Traum zur Form.
Diese Arbeiten sind keine Antworten, sondern offene Fragen. Sie laden ein zum Verweilen, zum Schauen, zum Hören mit dem inneren Ohr.
© 2025 Jochen Ulmer. Alle Rechte vorbehalten